4K und Full HD kennen Sie vom Fernseher zu Hause. Bei einer LED-Videowand zählt aber etwas anderes als die höchste Auflösung: entscheidend ist der Abstand zu Ihrem Publikum. Wir erklären in einfachen Worten, wie Sie genau die Bildschärfe bekommen, die Ihre Zuschauer auch wirklich sehen, und wie Sie Ihr Budget für das ausgeben, worauf es ankommt.
Das gute Bild entsteht nicht aus der Auflösung allein, sondern aus dem Zusammenspiel von Pitch und Entfernung zum Publikum. Passt beides zusammen, ist das Bild gestochen scharf — und Sie bezahlen nur für die Schärfe, die ankommt.
Ablesbar bis
Betrachtungswinkel
auch seitlich auf der Tribüne
Eine LED-Videowand besteht aus vielen kleinen LEDs. Der Pixel-Pitch sagt Ihnen, wie weit zwei dieser Punkte voneinander entfernt sind, gemessen in Millimetern. Ein kleiner Wert bedeutet: Die Punkte sitzen sehr dicht beieinander, das Bild wirkt schon aus kurzer Entfernung fein und glatt. Ein größerer Wert bedeutet mehr Abstand zwischen den Punkten. Das Bild ist aus der Nähe gröber, dafür ist die Wand deutlich günstiger.
Stellen Sie sich ein Mosaik aus vielen kleinen Steinchen vor. Liegen die Steinchen dicht beieinander, erkennen Sie schon aus der Nähe ein klares Bild. Sind die Steinchen größer und weiter auseinander, sehen Sie aus kurzer Distanz einzelne Punkte. Treten Sie ein paar Schritte zurück, verschmelzen auch die großen Steinchen zu einem sauberen Bild.
Aus der richtigen Entfernung sieht selbst die günstigere Wand gestochen scharf aus.
Eine LED-Wand wird aus einzelnen Modulen aufgebaut, deshalb lässt sich ihre Größe frei wählen. Jedes Modul ist mit Kacheln bestückt, die Kacheln tragen die einzelnen LEDs, und jede LED bildet einen Pixel. Der Pixel-Pitch ist der Abstand von einer Pixelmitte zur nächsten. Je kleiner dieser Abstand, desto mehr Pixel passen auf die Fläche und desto höher ist die Auflösung. Mehr Pixel bedeuten zugleich mehr Bauteile und damit einen höheren Preis.
Beispiel: 50 m Hallendiagonale → ca. 5 bis 10 m² Wandfläche.
Bei einem Fernseher ist die Auflösung fest eingebaut. Bei einer LED-Videowand entsteht sie erst aus Fläche und Pixel-Pitch. 4K ist deshalb nichts, was man einfach dazubestellt. Es ergibt sich aus einer bestimmten Kombination aus Fläche und Punktdichte.
Ab einer gewissen Entfernung erkennt das Auge feine Details nicht mehr. In einer Sporthalle sitzt das Publikum oft 15 bis 40 Meter entfernt — aus dieser Distanz erkennt niemand, ob die Wand fein oder etwas gröber ist.
Jeder zusätzliche Leuchtpunkt kostet Geld. Bauen Sie feiner als nötig, bezahlen Sie für LEDs, die auf der Tribüne niemand sieht — wie teurer Hochglanzdruck für ein Plakat, das aus 100 Metern hängt.
Beide gleich groß. Die eine hat 4,8 mm Pixel-Pitch, die andere 5,9 mm. Schalten Sie zwischen Tribüne und Spielfeldrand um.
Rund ein Drittel weniger LEDs, rund ein Viertel günstiger. Aus 10 Metern zahlen Sie bei der feineren Wand für Leuchtpunkte, die Ihr Publikum gar nicht sehen kann.
Werte gerundet und zur Veranschaulichung.
Der richtige Pixel-Pitch richtet sich nach Entfernung und Einsatzort, nicht nach dem Maximum an LEDs. Hier sehen Sie auf einen Blick, was zu Ihrem Bedarf passt.
Der Allrounder für gemischte Entfernungen von etwa 5 bis 15 Metern. Gutes Bild zu fairem Preis.
Für die allermeisten Sporthallen und Arenen die ausgewogenste Lösung aus Schärfe und Kosten.
5,9mm
Kurze Entfernungen. Schon ab etwa 4 Metern wirkt das Bild glatt — die feinste und teuerste Wahl.
Sehr hell, robust und günstiger pro Fläche. Ideal ab etwa 15 Metern Sichtabstand. Überall dort, wo aus der Distanz geschaut wird.
Sagen Sie uns, wo die Wand stehen soll und wie weit Ihr Publikum entfernt sitzt. Wir schlagen Ihnen den passenden Pixel-Pitch vor und sagen ehrlich, wo sich feinere Technik lohnt und wo nicht.